Kurzsichtigkeit (Myopie) ist eine häufige Fehlsichtigkeit: Nahe Gegenstände werden meist scharf gesehen, weiter entfernte Objekte erscheinen verschwommen. Die Ursache liegt häufig im Aufbau des Auges oder in dessen Brechkraft.
Kurzsichtigkeit lässt sich mit Brille oder Kontaktlinsen ausgleichen. Wer unabhängiger von Sehhilfen werden möchte, kann je nach Eignung Augenlasern in Betracht ziehen; bei stärkerer Kurzsichtigkeit oder ungeeigneter Hornhaut kann eine Linsenbehandlung eine Alternative sein.
Bei Kurzsichtigkeit liegt der Brennpunkt vor der Netzhaut
Bei Kurzsichtigkeit wird einfallendes Licht nicht exakt auf der Netzhaut gebündelt – der Brennpunkt liegt bereits davor, sodass kein scharfes Bild entsteht. Häufig ist der Augapfel zu lang (Achsenmyopie); seltener ist die Brechkraft zu stark (Brechungsmyopie).

Meist sind beide Augen betroffen, oft unterschiedlich stark. Neben der Veranlagung können auch viel Naharbeit und wenig Tageslicht eine Rolle spielen.
Symptome
- unscharfes Sehen in der Ferne
- angestrengtes Sehen, häufiges Zusammenkneifen der Augen
- Kopfschmerzen
- Nähe wird meist gut gesehen
Augenlasern kann Kurzsichtigkeit korrigieren
Beim Augenlasern wird die Hornhaut gezielt verändert, sodass das Licht wieder auf der Netzhaut gebündelt wird. Mögliche Vorteile:
- geringere Abhängigkeit von Brille oder Kontaktlinsen
- Korrektur bei geeigneten Augenwerten
- mehr Komfort im Alltag, beim Sport oder auf Reisen
- keine laufenden Kosten für Kontaktlinsen und Pflege
- bei vielen Verfahren schnelle Rückkehr in den Alltag
Vor einer Behandlung lohnt sich ein genauer Anbietervergleich – nicht nur beim Preis, sondern auch bei den enthaltenen Leistungen. Ein niedriger Einstiegspreis ist wenig aussagekräftig, wenn Voruntersuchung, Nachkontrollen oder Medikamente separat berechnet werden. Klären Sie vorab, welche Untersuchungen, Nachkontrollen und Zusatzleistungen im Preis enthalten sind.
Geeignete Augenlaser-Methoden
Je nach Befund kommen verschiedene Verfahren infrage. Welche Methode geeignet ist, entscheidet der Augenarzt nach der Voruntersuchung.
Diese Verfahren werden bei Myopie eingesetzt.
Linsenbehandlung bei stärkerer Fehlsichtigkeit
Ist Augenlasern nicht geeignet oder die Fehlsichtigkeit stark ausgeprägt, kann eine Linsenbehandlung infrage kommen: Eine phake Intraokularlinse wird zusätzlich zur natürlichen Linse eingesetzt, beim Linsenaustausch wird die natürliche Linse ersetzt. Welche Variante geeignet ist, hängt von Augenwerten, Alter und Untersuchung ab.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie bei jedem operativen Eingriff sind Beschwerden möglich: trockene Augen, erhöhte Licht- und Blendempfindlichkeit, schwankendes Sehen oder Einschränkungen bei Dunkelheit. Viele Beschwerden sind vorübergehend – eine ausführliche ärztliche Beratung hilft, die Risiken realistisch einzuschätzen.
Kosten
Die Kosten hängen vor allem vom Verfahren und vom Leistungsumfang ab. Aufwendigere Verfahren wie Femto-LASIK oder ReLEx SMILE liegen häufig höher als einfache LASIK oder PRK/LASEK.
| Verfahren | Kosten pro Auge |
|---|---|
| PRK / LASEK | ab etwa 750 € |
| LASIK | ab etwa 750 € |
| Femto-LASIK | ab etwa 900 € |
| ReLEx SMILE | ab etwa 1.600 € |
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Augenlasern zur reinen Korrektur einer Fehlsichtigkeit in der Regel nicht. Eine Kostenübernahme kommt meist nur in medizinischen Einzelfällen infrage.
