Hornhautverkrümmung (Astigmatismus): Ursachen, Symptome & Behandlung

Bei Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ist die Hornhaut ungleichmäßig gekrümmt – das Bild wirkt verzerrt. Je nach Eignung helfen Augenlasern (bis etwa 5 dpt) oder torische Linsen.

Hornhautverkrümmung – Nahaufnahme eines Auges

Hornhautverkrümmung – auch Astigmatismus oder Stabsichtigkeit – ist eine häufige Fehlsichtigkeit. Das Licht wird im Auge nicht gleichmäßig gebrochen, sodass Gegenstände unscharf, verzerrt oder verschwommen erscheinen können.

Sie lässt sich meist mit Brille oder Kontaktlinsen ausgleichen. Je nach Eignung kommen auch Augenlasern oder eine Linsenbehandlung infrage.

Bei Hornhautverkrümmung wird Licht ungleichmäßig gebündelt

Die Hornhaut ist nicht in alle Richtungen gleichmäßig gekrümmt, sondern weist stärkere und schwächere Krümmungen auf. Dadurch wird das Licht nicht in einem einzigen Punkt gebündelt – auf der Netzhaut entsteht kein vollständig scharfes Bild. Ein Punkt kann eher wie ein kleiner Strich oder eine Ellipse wirken (daher „Stabsichtigkeit“).

Schema Astigmatismus: Strahlengang im Auge
Bei Hornhautverkrümmung entstehen durch die ungleichmäßige Hornhaut mehrere Brennpunkte – das Bild wirkt verzerrt und unscharf.

Meist ist eine Hornhautverkrümmung angeboren, sie kann aber auch durch Verletzungen oder Erkrankungen entstehen. Seltener liegt die Ursache in der Linse. Bei leichter Ausprägung wird sie zunächst oft kaum bemerkt.

Augenlasern kann Hornhautverkrümmung korrigieren

Beim Augenlasern wird die Hornhaut gezielt verändert, sodass das Licht gleichmäßiger gebrochen und besser auf der Netzhaut fokussiert wird. Hornhautverkrümmungen können häufig bis etwa 5 Dioptrien korrigiert werden – abhängig vom individuellen Befund.

  • geringere Abhängigkeit von Brille oder Kontaktlinsen
  • Korrektur bei geeigneten Augenwerten
  • mehr Komfort im Alltag, beim Sport oder auf Reisen
  • keine laufenden Kosten für Kontaktlinsen und Pflege

Vor einer Behandlung lohnt sich ein genauer Anbietervergleich – nicht nur beim Preis, sondern auch bei den enthaltenen Leistungen. Ein niedriger Einstiegspreis ist wenig aussagekräftig, wenn Voruntersuchung, Nachkontrollen oder Medikamente separat berechnet werden. Klären Sie vorab, welche Untersuchungen, Nachkontrollen und Zusatzleistungen im Preis enthalten sind.

Geeignete Augenlaser-Methoden

Methoden bei Hornhautverkrümmung

Je nach Befund kommen diese Verfahren infrage.

Linsenbehandlung und torische Linsen

Ist Augenlasern nicht geeignet oder die Fehlsichtigkeit stärker, kann eine Linsenbehandlung infrage kommen. Bei Hornhautverkrümmung sind besonders torische Linsen relevant: Sie gleichen eine ungleichmäßige Brechkraft gezielt aus und lassen sich je nach Befund mit verschiedenen Linsenverfahren kombinieren.

Mögliche Nebenwirkungen

Möglich sind trockene Augen, erhöhte Lichtempfindlichkeit, Blendeffekte in der Nacht, vorübergehende Sehschwankungen oder Beschwerden während der Wundheilung. In manchen Fällen kann eine Nachbehandlung erforderlich sein, wenn die Korrektur nicht vollständig erreicht wurde.

Kosten

Die Kosten hängen vor allem vom Verfahren und vom Leistungsumfang ab. Femto-LASIK oder ReLEx SMILE liegen häufig höher als einfache LASIK oder PRK/LASEK.

VerfahrenKosten pro Auge
PRK / LASEKab etwa 750 €
LASIKab etwa 750 €
Femto-LASIKab etwa 900 €
ReLEx SMILEab etwa 1.600 €

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Augenlasern zur reinen Korrektur einer Fehlsichtigkeit in der Regel nicht. Eine Kostenübernahme kommt meist nur in medizinischen Einzelfällen infrage.

Häufige Fragen

Was ist Hornhautverkrümmung?
Eine Fehlsichtigkeit, bei der die Hornhaut unregelmäßig geformt ist; Licht wird nicht gleichmäßig gebrochen und das Sehen kann verzerrt wirken.
Wie sieht man damit?
Gegenstände können unscharf oder verzerrt erscheinen – ein Punkt etwa wie ein kleiner Strich oder eine Ellipse.
Wie entsteht sie?
Meist durch eine unregelmäßig geformte Hornhaut, seltener durch eine unregelmäßige Krümmung der Linse.
Muss sie immer behandelt werden?
Eine leichte Hornhautverkrümmung nicht zwingend – eine Korrektur ist sinnvoll, wenn das Sehen unscharf/verzerrt ist oder Naharbeit anstrengt.
Kann man sie lasern lassen?
Je nach Eignung ja – die Hornhaut wird so verändert, dass das Licht gleichmäßiger gebrochen wird.
Welche Methoden gibt es?
Je nach Befund PRK/LASEK, LASIK, Femto-LASIK oder ReLEx SMILE.
Bis wie viele Dioptrien?
Je nach Methode bis etwa 5 Dioptrien; die Eignung zeigt die Voruntersuchung.
Wann kommt eine Linsenbehandlung infrage?
Wenn Augenlasern nicht geeignet ist oder die Fehlsichtigkeit stärker ausgeprägt ist; torische Linsen können relevant sein.
Was kostet es?
Häufig ab etwa 750 Euro pro Auge; Femto-LASIK und ReLEx SMILE liegen meist höher.
Zahlt die Krankenkasse?
In der Regel nicht, wenn nur eine Fehlsichtigkeit korrigiert wird.

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