Beim Grauen Star (Katarakt) handelt es sich um eine Trübung der Linse des menschlichen Auges – der Graufärbung verdankt die Erkrankung auch ihren Namen. Der Begriff Katarakt bedeutet Wasserfall oder Stromschnelle. In den meisten Fällen kann die Erkrankung behandelt werden, dafür wird die getrübte Linse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Im folgenden Text erfahren Sie Einzelheiten über die Katarakt-Operation bezogen auf Kosten und Preise, den Behandlungsablauf und mögliche Probleme und Risiken bei einer Katarakt OP.

  • Symptome des Katarakt
  • Kataraktoperation im Überblick
  • Ablauf der Operation
  • Katarakt-OP mit Femto-Laser
  • Probleme und Risiken
  • Kosten einer Katarakt OP

Symptome von Katarakt (Grauer Star)

Das Hauptsymptom von Katarakt ist die sukzessive Trübung der Augenlinse, verbunden mit einem Verlust der Sehschärfe. Der Vorgang kann sich über Jahre erstrecken und wird anfangs von den betroffenen Patienten kaum wahrgenommen. Darüber hinaus führt der Graue Star zu Blendeffekten, da durch die Trübung die Lichtbrechung der Linse verändert wird und es kann zu Beeinträchtigungen des räumlichen Sehens kommen. Auch kann bei einigen Patienten eine kurzzeitige Verbesserung der Sehkraft auftreten, wenn der Patient weitsichtig ist. Grund dafür ist die Verdickung der Linse sowie eine Verdichtung des Linsenkerns. Aufgrund der voranschreitenden Trübung der Linse nimmt die Sehschärfe aber auch beim Sehen in die Ferne ab.

Katarakt OP – Operation des Grauen Star

augen lasern

Der Graue Star (Katarakt) kann bei den meisten Patienten operabel korrigiert werden. Dabei wird die trübe Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Allein in Deutschland wird die Katarakt OP jährlich 800.000 Mal durchgeführt, womit es sich um die am meisten durchgeführte Operation handelt. Wurde bis vor wenigen Jahren vor allem eine geringe Sehschärfe als Grund für eine Katarakt-OP angeführt, können heute auch andere Gründe wie besonders starke Blendeffekte oder ein schlechtes Sehen bei Dämmerung herangeführt werden. Auch dies kann ein Grund für den Anstieg der Operationshäufigkeit sein.

Darüber hinaus wurde in Studien festgestellt, dass sich nicht nur die Sehkraft nach einer Operation des Grauen Star verbessert sondern auch die Lebensqualität und sogar die Lebenserwartung der Patienten steigen. Gründe für die höhere Sterblichkeit bei Patienten, die auf eine Operation verzichtet haben, waren demnach vor allem ein erhöhtes Risiko im Alltag, die Einnahme falscher Medikamente und Stürze infolge des schlechten Sehens.

Die Katarakt OP (Grauer Star) wird meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Dabei wird das Betäubungsmittel in das Auge injiziert, wodurch es vollkommen schmerzfrei wird und nicht mehr aktiv bewegt werden kann. Das erleichtert die Voraussetzungen für die Operation. Dagegen gibt es auch die Möglichkeit, das Auge ausschließlich mit Tropfen zu betäuben, wodurch es zwar ebenfalls unempfindlich für Schmerzen wird, aber vom Patienten noch bewegt werden kann. Weil der Patient mit dieser Methode für die Dauer der Katarakt OP (rund 10 Minuten je Auge) geradeaus schauen muss, ist sie nicht für jeden Patienten geeignet. Zudem gibt es auch die Möglichkeit einer Katarakt Operation (Grauer Star) unter Vollnarkose – insbesondere bei Erkrankungen des Patienten, die zu ungewollten Bewegungen führen (z.B. Zittern).

Ablauf der Katarakt OP (Grauer Star)

Bei der Operation des Grauen Star erfolgt zunächst ein kleiner Schnitt in der Oberschicht der Hornhaut. Durch diesen wird ein chirurgisches Instrument eingeführt, das mittels Ultraschall die Linse zerkleinert und gleichzeitig absaugt. In den Kapselsack, in dem sich zuvor die Linse befand, wird anschließend die Kunstlinse eingesetzt. Sie besteht aus Silikon oder einem Acrylkunststoff und entfaltet sich selbständig, nachdem sie zusammengerollt ins Auge eingebracht wurde. Fixiert wird sie mit zwei elastischen Bügeln.

Im Gegensatz zum Augenlasern wird das Auge nach der Katarakt-Operation abgebunden. Deshalb wird pro Tag nur ein Auge operiert. Werden beide Augen operiert, liegt meist rund eine Woche dazwischen. Am Tag nach der Behandlung wird der Verband für kurze Zeit entfernt, um den Erfolg der Operation zu bewerten. Patienten beschreiben das Sehen nach einer Katarakt-Operation als deutlich farbintensiver, zugleich sind die Bilder heller, bis hin zu leichten Blendungen. Abhängig von der Wahl der Linse wird überprüft, ob Patienten in die Ferne oder in der Nähe sehen können. Nach der Katarakt Operation müssen für die Dauer von drei bis fünf Wochen regelmäßig entzündungshemmende und antibiotische Augentropfen genommen werden, um Komplikationen am Auge zu vermeiden.

Katarakt OP mit Femto-Laser (Grauer Star)

Statt eines Skalpells wird seit einigen Jahren auch der Femtosekunden-Laser für die Katarakt Operation des Grauen Star eingesetzt – im wesentlichen für zwei Schritte. Mit dem Femto-Laser kann die Vorderkapsel eröffnet werden, außerdem ist mit ihm das Zerlegen der Linse möglich. Ein großer Vorteil des Femto-Lasers im Gegensatz zur Ultraschall-Methode besteht im deutlich schonenderen Umgang mit dem umliegenden Gewebe, außerdem arbeitet der Femtosekunden-Laser bei der Katarakt-OP wesentlich genauer.

Probleme und Risiken einer Katarakt OP

Ein Nachteil des Linsenaustauschs ist der Verlust der Fähigkeit des Auges, sich beim Sehen auf verschiedene Distanzen einzustellen, wodurch es zu Komplikationen kommen kann. Patienten sind deshalb je nach Linsenwahl auch nach einer Operation teilweise auf eine Brille angewiesen, wenn sie ein Buch lesen oder Autofahren wollen – je nachdem, für welche Linsenart sie sich entschieden haben. Einen Ausgleich können Multifokallinsen schaffen. Sie funktionieren ähnlich wie Gleitsichtbrillen und sollen das Sehen auf verschiedene Distanzen ermöglichen – Nachteile oder Komplikationen einer Katarakt OP (Grauer Star) können allerdings schwache Doppelbilder und ein verringertes Sehen von Kontrasten sein.

Weitere Komplikationen und Risiken einer Operation des Grauen Star können eine Infektion des Augeninnern, eine Schwellung der Netzhautmitte und ein Vorfall des Glaskörpers infolge der Verletzung der Linsenhinterkapsel sein. Ein weiteres Problem kann der sog. Nachstar sein. Dabei trübt sich nach einer Kataraktoperation die hintere Linsenkapsel, was ebenfalls zu einer Verringerung des Sehvermögens führt. Der Nachstar kann meist problemlos behandelt werden. Dennoch treten Probleme und Komplikationen bei einer Katarakt-OP nur selten auf, die Rate liegt bei weniger als 1 Prozent, wodurch die Risiken bei Grauem Star für den Patienten recht gering ist. Das Risiko eines Nachstar wird mit rund 4 Prozent angegeben. Allerdings kann diese Art der Trübung mit einem sog. YAG-Laser korrigiert werden, wodurch die Komplikation behoben wird.

Katarakt-OP: Kosten und Preise bei Grauer Star

Die Kosten einer Katarakt OP (Grauer Star) werden meist von privaten und gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Preise für eine Linsenoperation belaufen sich je nach Behandlungsart und Linsenwahl auf 1.800 Euro bis 3.000 Euro je Auge. Bevor man sich also für eine Operation entscheidet, sollte man zunächst die Kosten für eine Katarakt OP mit verschiedenen Anbietern besprechen und auch die Inklusivleistungen abklären, denn vor und nach dem Eingriff sind meist mehrere Untersuchungen sowie Termine für die Nachsorge und Kontrolle notwendig. Anschließend ist es ratsam, sich mit den Angeboten an die eigene Krankenkasse zu wenden und zu klären, ob und in welchem Umfang die Kosten für eine Katarakt-Operation übernommen werden. So erwarten den Patienten keine bösen Überraschungen und er bleibt nicht selbst auf den Kosten für die Katarakt OP sitzen.

Eine Übersicht an Augenspezialisten in Ihrer Nähe, die Linsenoperationen durchführen, finden Sie auf Augen-Lasern-Vergleich.com. Wenn Sie darüber hinaus Fragen zur Katarakt-OP oder zum Grauen Star haben, schreiben Sie uns. Wir helfen Ihnen gern!